Browsing articles tagged with " bauhaus archiv"
Sep 13, 2011

Gedruckte Stühle und gewickelte Körbe – das Beste vom DMY

Die DMY 2011 liegt schon ein Weilchen zurück. Wer das große Berliner Design-Event in diesem Jahr verpasst hat, bekommt nun noch einmal die Möglichkeit die besten Exponate zu bestaunen.

Award Gewinner Dirk vander Kooij-DMY. Foto:Binh-Truong

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Sep 1, 2010

Ausstellungstip für einen verregneten Dienstag

Am heutigen Dienstag öffnet die Ausstellung „Hajo Rose. Bauhaus Foto Typo“ im Bauhaus-Archiv Berlin. Die erste Retrospektive des Bauhäuslers zeigt 80 Arbeiten aus seinem vielfältigen Werk, darunter viele Fotografien, die zu den Bauhausklassikern gehören. Hajo Rose, der Name dürfte vielen unbekannt sein, gehörte er doch nicht zu Stars des Bauhauses, Weiterlesen »

Jul 21, 2010

Strahlend Grau – Herbert Hirche im Museeum der Dinge

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Zum 100. Geburtstag von Herbert Hirche packt das Werkbundarchiv seine Schätze aus: Zeichnungen, Skizzen, Pläne, Briefe und Fotos eröffnen neue Einblicke in das Leben und Werk des Gestalters. Zum ersten Mal werden – neben einer Auswahl seiner Möbel – auch Hirches Studienarbeiten aus dem Unterricht Weiterlesen »

Jun 28, 2010

Die Küche als Labor

Das Museum der Dinge ist eine der spannendsten Ausstellungsorte in Sachen Design. Am 5. Juli lädt das Musem zum Jour Fixe ein, um die Einweihung der “Frankfurter Küche” als Teil der Dauerausstellung zu feiern und vorzustellen.

Die wohl berühmteste Küche der Welt ist kulturgeschichtlich ein wichtiges Zeugnis für die Übertragung von industriellen, d.h. rationalisierten Arbeitsvorgängen in den Bereich des privaten Haushalts – ein zentraler Aspekt für die Moderne Architektur und Alltagskultur der 1920er Jahre. Die Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotsky hat die Küche 1926 als ein Typus entworfen, der 10.000-fach in zahlreichen Varianten in den Frankfurter Siedlungen realisiert wurde.

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Angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen und der städtischen Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg ging es in vielen Wohnungsbauprogrammen um günstigen, effizient und sparsam genutzten Wohnraum mit einer einfachen, preiswerten Ausstattung für große Bevölkerungszahlen. Das vor allem von der SPD unterstützte Siedlungsbauprogramm war politisch motiviert und hatte zum Ziel, die möglichen technischen Standards der Zeit (fließendes Wasser, Hygiene, Gas- und Elektroenergie) auch unteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.

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Frankfurter Küche auf einer Originalaufnahme von 1926

Die Frankfurter Küche fand eine große Verbreitung und wurde zum Vorbild für die moderne Einbauküche. Allerdings gibt es nicht die Frankfurter Küche, sondern das Modell erfuhr in der Phase seiner Realisierung in verschiedenen Frankfurter Siedlungen bis 1930 diverse Veränderungen. Die Frankfurter Küche orientierte sich an den Speisewagenküchen in Zügen, wurde auf der Basis taylorisierter Arbeitsabläufe geplant und war rationell und funktional gestaltet. Sie sollte als reine Arbeitsküche in Verbindung mit einem durch eine Schiebetür abtrennbaren Wohnzimmer genutzt werden und ein “Kochbetrieb” oder “Kochlaboratorium” sein.

Das in die Schausammlung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge integrierte Exemplar der Frankfurter Küche stammt aus einem Zweifamilien-Reihenhaus im Heidenfeld 24 in der Römerstadt-Siedlung, die 1927/28 entstanden ist.

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Original Schrank aus der Frankfurter Küche mit Schütten

Die Frankfurter Küche gehört zu den Modellen für das “Neue Leben” des “Neuen Menschen”, die in den 20er Jahren eine starke Konjunktur erlebten. In diesen Bestrebungen ist eine Abgrenzung von historisch bestimmten Identitätsanteilen zu erkennen. Bruno Taut lehnt in seiner Schrift “Die neue Wohnung” die Präsenz von Erinnerungsstücken und von jeglichem “historischen Plunder” ab. Die wissenschaftliche Haushaltsexpertin der 1920er und 1930er Jahre Erna Meyer schreibt: “Jetzt geht’s ums Ganze; der neue Mensch sucht seine neue Haut!” Das “sinnlose Chaos” der Welt sollte durch eine “planvolle Ordnung” ersetzt werden. Die Vorstellung vom gesetzmäßigen Aufbau der Wirklichkeit entspricht einer durch den industriellen Produktionsprozess bedingten prinzipiellen Funktionalität und Rationalität. In diese sollten sich sowohl die Gegenstände als auch die Menschen eingliedern.

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Wiener Architektin Margarete Schütte-Lihotzky

Die eigene Anschauung der realen musealisierten Küche wird gerahmt durch eine sachlich und assoziativ konzipierte und visuell-akustisch präsente Vermittlungsebene mit historischem Bildmaterial, Kommentaren der Entwerferin Margarete Schütte-Lihotsky und Interviews heutiger Erforscher der Frankfurter Küche (realisiert von Moritz Fehr).

Gebrauchsanweisung für eine Frankfurter Küche im Museum

Einweihung der Frankfurter Küche
als Teil der Dauerausstellung

Jour Fixe am am 05. Juli 2010 um 19 Uhr

Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Oranienstraße 25

10999 Berlin

info@museumderdinge.de

Jun 3, 2010

Lieferung mit Leuchtmittel – Ingo Maurer im Bauhaus-Archiv

Ingo Maurer gehört zu den international bekanntesten Lichtgestaltern. Seit vier Jahrzehnten entwickelt und produziert er Leuchten, Lichtobjekte und Beleuchtungs-konzepte: Immer dem Handwerk verpflichtet, voll kreativer Ideen und technischer Innovationen avancierten sie zu Meilensteinen des Lichtdesigns.

1966 erhebt Maurer mit „Bulb“ (engl. für Glühbirne) das Leuchtmittel selbst zum Gegenstand seiner Entwürfe und schafft damit den internationalen Durchbruch. Bis heute zieht sich die Glühbirne wie ein roter Faden durch sein Werk. Gegenwärtig kämpft er mit einem Silikon-Überzieher („Euro Condom“) gegen das Verkaufsverbot der Glühlampe.Außerdem arbeitet er an der Entwicklung eines neuen Leuchtmittels, genannt „WoonderLux“, um seinen Enthusiasmus für die Glühbirne und die Suche nach energieeffizienteren Leuchtmitteln in eine harmonische Verbindung zu bringen.

"Bulb" Leuchte von 1966

"Bulb" Leuchte von 1966

Im Februar dieses Jahres wurde Maurer durch den Rat für Formgebung für sein Lebenswerk mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Bauhaus-Archiv Berlin vom 4. Juni bis 30. August 2010 eine prominente Werkauswahl des Lichtdesigners unter dem Titel „Lieferung mit Leuchtmittel – Licht von Ingo Maurer“. 30 Leuchten und Objekte demonstrieren die gesamte Breite seines Werks: Vom Design-Klassiker „Bulb“ (1966) über das Halogen-Lichtsystem „YaYaHo“ (1984) bis zur LED-Tapete (2006).

"light" LED Leuchte

"light" LED Leuchte

Bestellt man eine Leuchte bei Ingo Maurer, wird das Leuchtmittel – sei es eine Glühbirne oder Halogenlampe – mitgeliefert. Dies verdeutlicht anschaulich Maurers Verständnis der Gesamtinszenierung von Licht: Maurer entwirft nicht nur Leuchten, sondern Lichtkonzepte, die sich auf den individuellen oder öffentlichen Lebensraum beziehen.

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"Zufall" Leuchte von Ingo Maurer

Lieferung mit Leuchtmittel

Licht von Ingo Maurer

4. Juni – 30. August 2010

Eröffnung: Donnerstag, 3. Juni 2010, um 19 Uhr

Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

Klingelhöferstraße 14

D – 10785 Berlin

Mrz 20, 2010

Sonntags-Brunch im Bauhaus Archiv

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Am 2. Mai 2010 veranstaltet das Bauhaus Archiv ein Brunchbuffet mit anschließender Führung durch die Sonderausstellung “Katachi – Die leise Form aus Japan“. Leuchten und Fächer, Schalen und Teedosen: Die in Kooperation mit dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt entstandene Ausstellung zeigt hundert Beispiele zeitgenössischen Produktdesigns aus Japan. Manche dieser Gegenstände werden seit Jahrhunderten fast unverändert hergestellt, andere interpretieren traditionelle Vorbilder neu. Auch ihre Materialien – Holz, Lack, Eisen, Bambus, Keramik oder Papier – stehen in einer langen Tradition. Handwerkliche Virtuosität und Sensibilität für das Material, eine schlichte, auf das Wesentliche reduzierte Form und absolute Funktionalität geben diesen Dingen ihre zeitlose Ästhetik: “Katachi” – eine faszinierende Verbindung von Design und Handwerk, von Tradition und Gegenwart. Die Führung durch die Ausstellung leitet die Kuratorin  Miki Shimokawa.

Bauhaus-Archiv Museeum für Gestaltung

Brunchbuffet mit anschließender Führung druch die Sonderausstellung “Katachi – Die leise Form aus Japan”

Sonntag 2. Mai 2010

11:00 Uhr – 14:00 Uhr

Preis: 19,00 Euro Museumseintritt, Führung und Brunchbuffet (inkl. Kaffee und Tee) im Museumscafé.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung wird empfohlen.

Mrz 1, 2010

Katachi – Die leise Form aus Japan

Katachi

Lackschalen, Bambusleuchten, Papierfächer, Holzdosen, Eisenkannen: Die Ausstellung »Katachi – Die leise Form aus Japan« zeigt vom 03. März bis 02. Mai 2010 über 100 Beispiele zeitgenössischen Produktdesigns aus Japan. Die Objekte verbinden Design und Handwerk, Tradition und Gegenwart. Während einige schon seit Jahrhunderten fast unverändert hergestellt werden, interpretieren andere traditionelle Vorbilder ganz neu. Handwerkliche Virtuosität und Sensibilität für das Material, eine auf das Wesentliche reduzierte Form und absolute Funktionalität geben diesen Dingen ihre zeitlose Ästhetik.

Der Begriff »Katachi« bedeutet ins Deutsche übersetzt Form, Gestalt oder Figur. »Katachi« umfasst aber weit mehr als nur die äußere Form, auch der rituelle Umgang mit dem Gegenstand klingt im Japanischen mit. Das vielschichtige, zeitgenössische Design aus Japan wird häufig mit neuesten Technologien der Kommunikation oder Unterhaltung in Verbindung gebracht. Die von Miki Shimokawa kuratierte Ausstellung im Berliner Bauhaus-Archiv setzt einen Schwerpunkt auf Alltagsdesign aus Holz, Lack (Urushi), Eisen, Bambus, Keramik und Papier. »Katachi – Die leise Form« macht deutlich, dass die traditionelle japanische Produktästhetik einer Gestaltungsphilosophie unterliegt, keinem einheitlichen Gestaltungsstil.

Das Produktdesign dient in seiner Schlichtheit, Vollkommenheit, Funktionalität und Materialität dem Menschen und seinen täglichen Aufgaben. Bis heute gelten viele der Produkte als Vorbild: So könnten die japanischen Holzsandalen aus dem 16. Jahrhundert Vorläufer der weit verbreiteten Flip Flops sein.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt/ Main. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Katachi – Die leise Form aus Japan

03.03.2010 – 02.05.2010

Eröffnung

Dienstag, 2. März 2010 um 19:00

Bauhaus-Archiv

Klingelhöferstr. 14

Berlin, Germany

www.bauhaus.de