Design made in Germany
…kurz Dmig heißt die Web-Plattform von Nadine Roßa und Patrick Mark Sommer. Dmig berichtet von neuen Projekten aus den Bereichen Corporate Design, Produkt und Grafik. Nun ist die zweite Ausgabe des Dmig-Magazin erschienen, eine Sammlung von Texten über das Stempelschneiden und Micro-Webspecials bei Mercedes Benz bis hin zum Interview mit Axel Kufus über die Deutschlandkollektion für das auswärtige Amt. Die spannende Textmischung findet Ihr hier. Viel Spaß beim Lesen!
Schlechtwetter-Tip
Der heutige Sonntag wird nass und grau. Kein Grund Trübsal zu blasen. Stattdessen sollte man die Chance wahrnehmen und die Ausstellung “Modell Bauhaus” im Martin-Gropius-Bau zu besuchen, die nur noch bis 4. Oktober zu sehen ist.
Erstmals präsentieren die drei deutschen Bauhaus-Institutionen gemeinsam eine umfassende Ausstellung über das Bauhaus, die einflussreichste Schule für Kunst, Design und Architektur des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche und oft weitgehend unbekannte Exponate machen „Modell Bauhaus“ zu einer einzigartigen Ausstellung, die den Berliner Kultursommer bestimmen wird. Zentraler Förderer der Ausstellung, die an den neunzigsten Geburtstag der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar erinnert, ist die Kulturstiftung des Bundes. „Modell Bauhaus“ wird vom 22. Juli bis zum 04. Oktober 2009 im Martin-Gropius-Bau gezeigt. „Modell Bauhaus“ erzählt die Geschichte des Bauhauses in einer umfassenden Präsentation der Arbeiten seiner Meister und Schüler sowie der wichtigsten an der Schule behandelten Themen. Ein interdisziplinärer, experimenteller Unterricht, das an der Praxis orientierte Werkstättenkonzept, die Verfolgung sozialer Fragestellungen, die Propagierung einer zeitlosen Ästhetik sowie die Erprobung neuer Verfahren und Materialien in Architektur und Design waren die wichtigsten Anliegen der Schule. Die Ausstellung rückt die umfassende Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung und Internationalisierung der Moderne in den Mittelpunkt und thematisiert darauf aufbauend seine weltweite und bis heute andauernde Wirkung auf Architektur und Design. Zeigten frühere Ausstellungen das Bauhaus vorwiegend nach seinen Werkstätten gegliedert, wählt „Modell Bauhaus“ eine entwicklungsgeschichtliche Perspektive. Die aus den drei Bauhaus-Institutionen stammenden Kuratoren gehen zudem der Frage nach, wie das Bauhaus rezipiert wurde, wie es weiter wirkte und was seine heutige Bedeutung ausmacht. Während die Geschichte des Bauhauses in den 18 Galerieräumen des Erdgeschosses im Martin-Gropius-Bau präsentiert wird, zeigt der Lichthof die Gegenwärtigkeit des Bauhauses heute. In Anlehnung an Johannes Ittens Farbkreis ordnen die Ausstellungsarchitekten chezweitz & roseapple der Entwicklung des Bauhauses einzelnen Farbstufen zu. Höhepunkte sind frühe Arbeiten der Bauhaus-Meister. Sie dokumentieren, weshalb Feininger, Klee, Kandinsky u.a. als Meister an die Schule berufen wurden. Werke von Meistern und Schülern aus ihrer Zeit am Bauhaus führen die rasante kreative Entwicklung der Schule vor Augen. Hier ist u.a. die „Gropius-Mappe“ zu sehen, die dem Direktor des Bauhauses 1924 zum Geburtstag überreicht wurde. Erstaunen wird die Besucher der „Afrikanische Stuhl“, den Marcel Breuer und die Weberin Gunta Stölzl 1921 entwarfen und bauten. Er galt achtzig Jahre lang als verschollen und entspricht gerade nicht dem gängigen Bild von Breuer als dem Designer der Stahlrohrmöbel. Auch Breuers erster „Clubsessel“ aus dem Jahr 1926 wird ebenso zu sehen sein wie Johannes Ittens vier Meter hoher „Turm des Feuers“ von 1920. Exemplarisch vertreten sind unbekannte Arbeiten aus den Werkstätten wie der „Entwurf einer sozialistischen Stadt“ von Reinhold Rossig und das „Bauhauskleid“ aus dem Jahre 1928 von Lis Vogler.
Begleitet wird die Ausstellung „Modell Bauhaus“ durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Neben zahlreichen kulturellen Veranstaltungen in Berlin, Dessau und Weimar liegt der Fokus auf einer internationalen Konferenz zum Thema Migration: Wie und auf welchen Wegen hat sich das Bauhaus nach seiner Schließung weltweit verbreitet und wer waren die Protagonisten? Parallel zur Ausstellung wird eine Sommerschule internationalen Studierenden die Möglichkeit geben, ihre Kenntnisse zum Bauhaus an den originalen Schauplätzen zu vertiefen. Unter der wissenschaftlichen Anleitung durch Mitarbeiter der drei Bauhaus-Institutionen wird der Zugang zu den Beständen der Häuser eröffnet. Konferenz und Sommerschule werden ermöglicht durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Kooperationspartner der Ausstellung „Modell Bauhaus“ ist das Museum of Modern Art in New York, das im Anschluss an die Berliner Präsentation seinen 80. Geburtstag mit der Ausstellung „bauhaus 1919–1933: workshops for modernity“ begehen wird.
Sonderöffnungszeiten
täglich | 10–20 Uhr
15. Sept. | 10–17.30 Uhr
28. Sept. bis 4. Okt. | 10–22 Uhr
Eintritt
€ 10,– | € 8,– ermäßigt
Gruppen [12–25 Personen,
Voranmeldung erforderlich]
p.P. € 8,– | € 6,– ermäßigt
Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren frei.
Anfahrt
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Verkehrsverbindungen
U-Bahn Linie 2 (Haltestelle: Potsdamer Platz)
S-Bahn Linien 1, 2, 25 (Haltestellen: Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof)
Busse: M29 (S Anhalter Bahnhof) | M41 (Abgeordnetenhaus
Neue Plattform für Designtheorie
Ein Team aus Berliner Designern hat eine neue Web-Plattform eröffnet, die sich kritisch mit dem Thema Design auseinandersetzt. Allein die Gestaltung der Seite lohnt den Besuch, doch weitaus wichtiger als schöne Oberflächen ist den Initiatoren die Frage, warum die kritische Auseinandersetzung mit Design in Vergessenheit geraten ist.
Dafür gibt es nach Meinung von Birgit Bauer, Nicole Birlenbach und Michael Orkaj viele Gründe, ob in der Ausbildung, profit-orientierten Produzenten oder gar den Designer selbst. Auf www.designkritik.dk werden Nutzer gebeten in einen Dialog zu treten und sich an einer Diskussion über die Disziplin Design zu beteiligen. Motivation der Gründung ist der Eindruck, dass in Deutschland die Plattformen für kritische Diskussion von Design immer weniger werden; wer die Zeitung aufschlägt, wird dort selten Designrelevantes finden – außer vielleicht in wenigen Rezensionen.
Die drei Gründer von www.designkritik.dk lancieren nun eine Diskursplattform, um eine Kommunikation zu führen und zu pflegen. Noch vor zwanzig Jahren nannte sich jeder, der etwas auf sich hielt, Designkritiker und in den Zeitschriften gab es hitzige Diskussionen über den richtigen Weg des Designs. Auch die Persona des schreibenden Designers war damals wichtiger: unvergessen beispielsweise die Schriften von Ettore Sottsass, Paul Rand und Otl Aicher. Leider setzen sich auch nur wenige Hochschulen in Deutschland mit dem Thema der Designkritik auseinander. Nachwuchsförderung, wie z. B. den Wilhelm Braun-Feldweg-Förderpreis für designkritische Texte, sind seltene Einzelfälle. Die unabhängige, deutschsprachige Plattform designkritik.dk öffnet jetzt den Weg für eine neue Generation. Designkritik.dk zeigt aber auch, welche Formate es zurzeit in der Designkritik gibt und vernetzt kritische Stimmen in einer Community.
Begleitend erscheint ab sofort eine monatliche designkritik.dk-Kolumne in dem Design-Magazin Novum. Die Print-Kolumne behandelt hochaktuelle Positionen, die dann auf der Internet-Plattform weiter ausgeführt und diskutiert werden. Die Rubrik „Artikel“ zeigt die bereits veröffentlichten designkritik.dk-Beiträge, die zentrale Fragen zu richtungsweisenden Themen ansprechen sowie eigene Erfahrungen und Ansätze darstellen. In der Abteilung „Statements“ werden Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Genres und Fachjournalisten Impulse für aktuelle Diskussionen geben. Außerdem bietet die „Bibliothek“ eine grundlegende Struktur, die den Anstoß für eine wachsende und von Nutzern aufbereitete Datenbank darstellt – rund um die Recherche zum Thema Design und Kritik. Alle Informationen zur Plattform Designkritik sind der Website www.designkritik.dk zu entnehmen.
Für weitere Fragen stehen die drei Initiatoren jederzeit gerne zur Verfügung. Team: Birgit S. Bauer (Designerin, Autorin) Nicole Birlenbach (Ausstellungsdesignerin und Kuratorin) Michael Okraj (Kommunikationsdesigner und Gründer des Berliner Büros Designerdeutsch)
Zurück in die Zukunft
Heute eröffnet die Austellung IN DER ZUKUNFT LEBEN im Deutschen Architektur Zentrum in der Köpenicker Strasse.
Städte sind immer im Wandel begriffen, sie repräsentieren in ihren urbanen Strukturen unterschiedliche Zeitschichten. Die Ausstellung IN DER ZUKUNFT LEBEN porträtiert exemplarisch sechs Stadtsituationen, die charakteristisch für den Nachkriegsstädtebau in Ost und West sind, von deren ursprünglichen Planung bis heute.
Jede Stadt besitzt – trotz ständiger Veränderung und der vermeintlichen Ähnlichkeit zu anderen Städten – etwas Unverwechselbares, Typisches oder Einmaliges. Diese Besonderheit einer Stadt entsteht durch die Collage von Gebäuden, Plätzen und Straßen aus verschiedenen Epochen und deren politischen, sozialen und ästhetischen Normen. Der moderne Städtebau der 1950er bis 1970er Jahre hat viele deutsche Städte entscheidend geprägt: Etwa 50 Prozent des Baubestands ist nach 1945 errichtet. Obwohl die Bauten der Nachkriegsmoderne heute aus dem städtischen Gefüge kaum wegzudenken sind, stehen sie in der Kritik. Der anhaltende Verlust wertvoller Bauten aus dieser Zeit führt zu der Frage, welchen Anteil diese Architektur für die kulturelle Identität der Stadtgesellschaft hat.
Die Moderne
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts sollte ein neues Zeitalter des Wohnens und Arbeitens allen Schichten der Bevölkerung menschenwürdige Lebensverhältnisse sichern. Licht, Luft, Sonne waren die Grundmotive der Moderne. Die hygienische, grüne und verkehrsgerechte Stadt prägte als Idealvorstellung vom urbanen Lebensraum auch den Wiederaufbau der deutschen Städte nach dem Zweiten Weltkrieg. Durch den dringenden Bedarf an neuen Wohnungen boten die Nachkriegsjahre Gelegenheit und Chance zur weitgreifenden Umsetzung moderner Architekturprinzipien. Europaweit entstanden in unterschiedlichen politischen Systemen Bauwerke und Stadtteile in ähnlichen elementaren Formen, die mit neuen Materialien und Konstruktionsmethoden gebaut wurden und dem damaligen Anspruch auf Effizienz und Reproduzierbarkeit entsprachen. Die neu entstandenen Gebäude waren Ausdruck einer verheißungsvollen Zukunft.
Die spezifischen Qualitäten der Nachkriegsarchitektur lassen sich noch heute entdecken. Für zukünftige sinnvolle Nutzungen sind jedoch eine unvoreingenommene Bewertung und die Berücksichtigung der sich ändernden gesellschaftlichen Bedürfnisse erforderlich. Klimawandel, drohende Ressourcenknappheit, der demographische Umbruch unserer Gesellschaft und Migrationseffekte stellen uns vor neue Herausforderungen.
Ausstellung
IN DER ZUKUNFT LEBEN zeigt die aktuelle Wahrnehmung von Gebäuden und städtebaulichen Ensembles der Nachkriegszeit. Die Ausstellung stellt exemplarisch den Umgang mit städtebaulichen Konzepten der 1950er bis 1970er Jahre dar. Sechs Stadtporträts präsentieren urbane Situationen, die beispielhaft für die architektonischen und städtebaulichen Prinzipien in Ost- und Westdeutschland stehen, aber auch das Besondere der jeweiligen Orte zeigen. Bilddokumente, Interviews und Filme eröffnen einen Blick auf die ursprüngliche Planung sowie die Veränderungen bis heute und zeichnen die kulturelle Identität dieser städtischen Räume nach.
Vorgestellt werden die Rheinstraße in Darmstadt und die Prager Straße in Dresden, die als innerstädtische Achsen die Stadtentwicklung prägen, die Großsiedlungsbauten in Halle-Neustadt und Bremen-Neue Vahr sowie Suhl im Thüringer Wald und Friedrichshafen am Bodensee als Beispiele für die Nachkriegsarchitektur in mittelgroßen Städten.
Die Autoren der sechs Porträts gehören der jungen Generation von Architekten, Architekturkritikern, Journalisten, Soziologen und Künstlern an. Ihre Betrachtungen der jeweiligen urbanen Situation schärfen die Sicht für die Probleme und Perspektiven, für die Widersprüche und selbstverständlichkeiten in der Stadtentwicklung der Nachkriegszeit.
Mit IN DER ZUKUNFT LEBEN und dem begleitenden Symposium IDEAL WEITERBAUEN! setzt der Bund Deutscher Architekten BDA sich für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Bestehenden ein. Die Ausstellung im DAZ präsentiert die Lebendigkeit und Aktualität der Nachkriegsmoderne und die Selbstverständlichkeit, mit der sie Teil der Stadtgeschichte geworden ist.
Katalog
Zur Ausstellung erscheint der Katalog „IN DER ZUKUNFT LEBEN! Die Prägung der Stadt durch den Nachkriegsstädtebau“ mit Beiträgen von Martha Doehler-Behzadi, Andreas Denk, Kai Vöckler sowie den Stadtporträts von Florian Heilmeyer, David Kasparek, Anne König, Friederike Meyer, Silke Steets, Jan Wenzel mit Fotos von Felix-Sören Meyer. Herausgeben für den Bund Deutscher Architekten BDA von Kai Vöckler. 176 Seiten, inkl. 96 Farbseiten, Nicolaische Verlagsbuchhandlung GmbH, Berlin, 19,80 EUR, ISBN 978-3-89479-567-2.
IN DER ZUKUNFT LEBEN ist eine Ausstellung des Bundes Deutscher Architekten BDA und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee. Sie wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Kurator der Ausstellung ist Kai Vöckler.
Der Pressetext wurde zur Verfügung gestellt vom DAZ.
Das DAZ ist eine Initiative des Bundes Deutscher Architekten BDA. Ziel des Deutschen Architektur Zentrums ist es, zu einer lebendigen Baukultur auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene beizutragen.
ERÖFFNUNG 10.09.2009, 18.00 Uhr
10.09. bis 15.09. September 2009
DAZ, Köpenicker Str. 48/49, 10179 Berlin-Mitte
DMY Asia Exhibition Tour 2009
Im Rahmen der zweiten DMY Asia Tour 2009 präsentiert DMY eine Selektion neuer Produkte und Prototypen von Designern und Design-Kollektiven, die in Berlin leben und arbeiten. Die Tour umfasst sechs Stationen von der Taiwan Design Expo über Seoul’s Design Olympiad bis zur Designtide Tokyo und läuft von August bis Dezember 2009.
Die Gruppenausstellung präsentiert limitierte Editionen und ausgewählte Designprodukte international anerkannter Designer wie Werner Aisslinger und Bless als auch junger Talente wie llot llov, Mark Braun und e 27. Die Objeke überraschen durch ihre formale Verspieltheit und ihre konzeptuellen Ansätze. Die Ausstellungsstücke hinterfragen unser gewöhnliches Verhältnis zu nutzbaren Dingen und bieten neue Perspektiven für den Alltag. Durch ihre hohe Modifizierbarkeit sind sie jederzeit fähig, sich auf neue Lebens- und Wohnsituationen einzustellen. Darüberhinaus weisen die Produkte einen außergewöhnlichen Umgang mit Materialien auf oder finden neue nachhaltige Lösungen. Minimalistische Serienprodukte stehen handgearbeiteten, limitierten Editionen gegenüber.
Die Ausstellung wird ergänzt durch einen umfangreichen Produktkatalog, der eine größere Auswahl verfügbarer Berliner Design-Produkte vorstellt und dem asiatischen Markt zugänglich macht.
Die Stationen der Tour:
Taiwan Designer‘s Week (Taipei / Taiwan) 28.08. – 06.09.
Taiwan Design Expo (Taichung/ Taiwan) 02.10. – 18.10.
Seoul Design Olympiad (Seoul / Korea) 09.10. – 29.10.
Designtide Tokyo (Tokyo / Japan) 30.10. – 03.11.
Singapore Design Festival (Singapore) 20.11. – 30.11.
Seoul Design Festival (Seoul / Korea) 02.12. – 06.12.
Teilnehmende Designer und Gruppen:
Adam und Harborth, Beta Tank, BLESS, Daniel Lorch, e27, elegant embellishments, ett la benn, llot llov, Mark Braun, Martin Holzapfel, Erik van Buuren, roomsafari, Rupert Kopp, Werner Aisslinger
Die DMY Asia Exhibition Tour 2009 wird gefördert von der Berliner Landesinitiative ‘Projekt Zukunft’ und kofinanziert
durch den ‘Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)’. Die gemeinschaftliche Präsentation
findet statt in Kooperation mit dem Taiwan Design Center, Taiwan Design Week, Designtide Tokyo, Seoul Design Olympiad und dem Seoul Design Festival.
Über DMY Berlin
DMY Berlin ist eine Plattform für zeitgenössisches Produktdesign. Seit 2003, lädt DMY Berlin experimentelle und innovative Designer als auch international anerkannte Gestalter nach Berlin ein. Das DMY International
Design Festival präsentiert jährlich ein umfangreiches Programm aus Ausstellungen, Symposien und Workshops, die Themen des zeitgenössischen Designs reflektieren und notwendige Zukunftstendenzen des Produktdesigns und angrenzender Disziplinen aufzeigen. Über das ganze Jahr hinweg, kurariert DMY Berlin nationale und internationale Ausstellungen und realisiert verschiedene Projekte auf internationalen Designfestivals,
Messen und in Museen. Ziel ist, den Dialog zwischen etablierten und aufstrebenden Designern sowie den Austausch zwischen der internationalen Designszene und der „City of Design“ (Unesco) Berlin zu ermöglichen
und nachhaltig zu fördern.
DMY Berlin GmbH & Co. KG
Am Flutgraben 3
D-12435 Berlin
phone: +49 (0)30.53014888
fax: +49.(0)30.53213128
Das Alphabet der Stadt
Am Samstag, den 12. September öffnet das Buchstabenmuseum seine Türen. Ab 13.oo Uhr kann man einen seltenen Blick in das Depot des Museums werfen.
Das Buchstabenmuseum hat sich die Bewahrung und Dokumentation von Buchstaben zur Aufgabe gemacht, unabhängig von Kultur, Sprache und Schriftsystem. Buchstaben stehen an der Schnittstelle zwischen Schriftkultur und visueller Kultur.
Elementare Teile
Sie sind die elementaren semiotischen Bausteine aller textlichen Überlieferungen und schriftlichen Kommunikation. Buchstaben sind Chiffren mit charakteristischer Form und vielfältiger Materialität, sie transportieren Images, sie verschlingen sich zu Tattoos oder sie schmecken als Suppeneinlage und Gebäck.
Durch die zunehmende Vereinheitlichung des Stadtbildes verschwinden handwerklich hochwertige Schriftzüge, Zeichen und Schilder aus dem öffentlichen Raum. Aufgrund des Aussterbens traditioneller Firmen, aber auch der grafischen Überarbeitung von Wortmarken, gehen regionale und historische Zeichen verloren.
Die Sammlung
Das Buchstabenmuseum – im Jahr 2005 von Barbara Dechant (39) und Anja Schulze (33) gegründet – arbeitet daher auch als Recycling-Unternehmen und als Depot. Gesammelt werden Objekte, die semiotisch als Zeichen im ABC funktionieren, quer zu ihrer materiellen Substanz, in der Fülle ihrer Funktionen und in aller ästhetischen Bandbreite.
Bisher gibt es kein vergleichbares Museum, das sich ausschließlich mit dem Buchstaben als inhaltsfreies Zeichen beschäftigt. Geplant ist ein Museum im traditionellen Sinn mit unkonventionellen Präsentationen. Ziel des Buchstabenmuseums ist es, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für Typografie und das Interesse für die Schriftensammlung zu wecken.
Die Faszination des Museums besteht im Herauslösen der Objekte aus dem eigentlichen Gebrauchszusammenhang und wir zukünftig viele Besucherinnen und Besucher begeistern: vom ABC-Schützen bis zum akademischen Zeichentheoretiker, vom Street-Art-Künstler bis zum Designenthusiasten.
Samstag 12.09.2009 ab 13.00 Uhr
Schaudepot: Leipziger Strasse 49, 10117 Berlin
Zeughausmesse – Jetzt noch anmelden
Auch in diesem Jahr findet vom 10. – 13. Dezember 2009 die Zeughausmesse für Angewandte Kunst & Design statt. Im Schlüterhof des Zeughaus, Unter den Linden 2, bietet sich die Möglichkeit seine Waren in exklusivem Ambiente zu zeigen und zu verkaufen. Wer im Dezember dabei sein will, muss sich beeilen: Anmeldeschluß ist der 15. September 2009. Zur Anmeldung geht es hier.
Weitere Auskünfte unter:
Berufsverband Angewandte Kunst
Berlin-Brandenburg e.V.
c/o Sigrun Hagenow
Matternstr. 15
10249 Berlin
Tel. 030 / 91707690
Fax. 030 / 91707688
Sofia Fashion Design
The White Market bietet den kreativen Designern von Mode und Accessoires in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit, ihre Produkte in den Höfen der Kulturbraurei im Prenzlauer Berg zu präsentieren. Besucher, Modedesigner und Trendsetter finden hier Einzelstücke aus den Kollektionen Berliner Nachwuchs-Designern. Ziel der Initiatoren des White Market ist es, eine Anlaufstelle für Redakteure, Einkäufer, Trendforscher und Modebegeisterte zu etablieren. Die Designer werden entsprechend der Qualität und Originalität ihrer Produkte ausgewählt.
An diesem Samstag, den 12. September, präsentiert sich das bulgarische Label „Paradise Garage“, eine Plattform für junge, unabhängige, bulgarische Designer. Die gleichnamige Boutique in Sofia gibt es seit fünf Jahren und sie sieht ihre Herausforderung darin, Extravaganz und Lässigkeit zu kombinieren. Hier gibt es Mode für selbstbewusste Frauen, die ihre Individualität feiern wollen.
Location
KulturBrauerei
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin – Prenzlauer Berg
Zeiten
Samstag, 12. September von 12-17 Uhr
Verkehrsmittel
U-Bahn: U2 Eberswalder Straße
S-Bahn: Ringbahn S42, S47 und S8
Tram: 13, 53, 50 und 20
Der Code ist geknackt
Seit einigen Tagen kann man auf den Straßen Berlins die Plakatentwürfe des von CREATE BERLIN ausgerufenen Wettbewerbs CODE entdecken. Über 500 Vorschläge wurden eingereicht und seit dem 24. August in der Stadt plakatiert. Auf dem Sommerfest von IDZ und CREATE BERLIN gab die Wettbewerbs-Jury unter der Leitung von Anja Rosendahl, Ares Kalandides sowie Raban Ruddigkeit nun die Preisträger bekannt. Der erste Preis, dotiert mit 1.500 Euro, geht an die Grafikerin Martina Wember und ihr Motiv ”B_PARKS”, welches mit den Grundflächen Berliner Parkanlagen spielt. Den zweiten Preis (1.250 Euro) erhielt Sara o’ Dea von METADESIGN mit ihrem Vorschlag “DANN” , der den Betrachter sofort an das Berliner Verkehrsnetz denken lässt. Der dritte Preis (1.000 euro) ging an den Entwurf ”Tempelhof” des Berliner Designbüros ETT LA BENN und Moritz Grund. Außerdem wird den Gewinnern für den Zeitraum von einem Monat eine Tätigkeit in einer der Unesco Designcities Berlin, Montreal oder Buenos Aires zur Verfügung gestellt. Die 20 Favoriten , die gestern ebenfalls im Bauhausarchiv ausgestellt wurden, gehen nun auf die Reise in die anderen Designcities.
Die Auswahl unter diesen gelungenen Favoriten-Entwürfen war sicher nicht leicht, denn die Autoren haben viel Humor und grafische Qualität ins Spiel gebracht. „Die drei Gewinner-Motive sind sehr typisch Berlin und viele Menschen können ihr Berlin-Gefühl damit identifizieren” ,begründete Anja Rosendahl die Juryentscheidung. ”Unser Anspruch war, den visuellen Code Berlins zu entdecken – jenseits von Ku´Damm und Brandenburger Tor. Die Gewinner zeigen deutlich, dass das geht. Wir haben den Wettbewerb ausgerufen, um zu zeigen, dass Berlin den Titel UNESCO City of Design zu Recht trägt und freuen uns, dass sich mehr als 500 Personen beteiligt haben. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Resonanz und den Einreichungen. Der Wettbewerb ist der größte Plakatwettbewerb, der je in Berlin statt gefunden hat, und weil sich Berlin so schnell wandelt und verändert hoffen wir, dass wir ihn im nächsten Jahr erneut durchführen können.“
Wer auch die anderen phantasievollen, witzigen und frechen Einreichungen zum Wettbewerb sehen möchte kann einen Großteil davon bei Flickr finden.
Für Alt und Jung
Auf der Internationalen Funkausstellung IFA dreht sich auch in diesem Jahr alles um die neuesten Produkte und Entwicklungen aus den Bereichen Fernsehelektronik, Unterhaltungsmedien und Haushalt. Den Besucher erwartet neben den unzähligen Flachbildschirmen und Showküchen, in Halle 10.1, eine ganz besondere Ausstellung. Das Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) hat in seinem Usability Park einen roten Teppich ausgelegt, für eine Reihe von Produkten, die sich durch hohe Benutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienung auszeichnen.
Diese 21 Produkte erfüllen die Kriterien des “Universal Design“, ein Gestaltungsprinzip welches in den 80-er Jahren von Ronald Mace geprägt wurde und in dem der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Zusammen mit dem Rat für Formgebung und dem TÜV Nord hat das IDZ ein Kompetenznetzwerk aufgebaut und den Begriff “Universal Design” zu einem Gütesiegel weiterentwickelt. Die Initiative wendet sich an Hersteller und Verbraucher gleichermaßen. Für interessierte Hersteller bietet das IDZ Hilfestellung bei der Prüfung und Herstellung von Produkten, mit dem Ziel deren Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen, Barrieren abzubauen und einen intuitiven Gebrauch zu ermöglichen. Starkes Augenmerk liegt dabei auf die generationsübergreifende Nutzbarkeit von Produkten.
Für den Verbraucher bietet das Label “Universal Design” die Gewissheit ein Produkt in der Hand zu halten, das, neben einer ansprechenden Gestaltung, sicher ist, hochwertig in der Ausführung und somit die Lebensqualität bereichert.
Die Besucher des Usability Parks sind aufgefordert die ausgestellten Produkte von Herstellern wie Fiskars, Kaldewei, Lamy, Melitta, Siedle u.a. anzufassen und auszuprobieren. Alles kann auf Herz und Niere geprüft und mittels eines Fragebogens bewertet werden. So wird der Ausstellungsbesucher selbst zum Designkritiker. Damit vermittelt der Parcours geschickt, was sich hinter dem Begriff des “Universal Design” verbirgt und wie die Arbeit des Kompetenznetzwerks funktioniert. Multimedia-Elemente zeigen Hintergründe zum Thema und freundliche Mitarbeiter des IDZ stehen für alle Fragen rund um Usability und Design zur Verfügung. Hinzu kommen 50 weitere Konzepte und Erzeugnisse, die für die Welt von morgen gestaltet wurden, eine Welt mit einem hohen Anteil an Senioren, die auf Produkte angewiesen sind, die für Alt und Jung gleichermaßen nutzbar sind, die nicht diskriminieren, die verbinden statt zu trennen.
Wer alles gründlich ausprobiert hat kann sich vis-a-vis auch noch die Gewinner des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland anschauen, die dort auf dem Stand des Rat für Formgebung präsentiert werden.
Usability Park, 4. bis zum 9. September , IFA, Halle 10.1., täglich 10.00 bis 18.00 uhr
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