Jul 19, 2010

Spielfeld der Visionäre

Keine andere Stadt inspirierte Architekten so sehr zu Visionen wie Berlin. Die zahlreichen politischen Umbruchsituationen verlangten nach einem jeweils neuen architektonischen und urbanistischen Ausdruck. Auch wenn die idealisierten und oft radikalen Konzepte nicht immer befriedigend auf den spezifischen Kontext reagieren und eine zugespitzte Haltung widerspiegeln, sind sie dennoch Teil der Ideengeschichte. Sie offenbaren die Sehnsüchte einer Gesellschaft.Im Gegensatz zu anderen Metropolen zieht sich die Suche nach einer alternativen Stadt wie ein roter Faden durch die Geschichte Berlins.

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Halle des Volkes - maßlose Vision von Albert Speer

In der Ausstellung DAS UNGEBAUTE BERLIN, die seit Freitag im Cafe Moskau gezeigt wird, werden Projekte ans Licht geholt und in Plänen und Modellen präsentiert.Genau dort, wo in den 50-er Jahren eine der vielen Visionen für diese Stadt verwirklicht wurde,  wird ein anderes Berlin gezeigt, als wir es kennen, eine unsichtbare Stadt. Dessen Kenntnis ist aber für das Verständnis der gebauten Stadt notwendig, weil sich diese aus den Fragmenten der Utopien zusammensetzt.

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Vision für Mitte: Wasser statt Schloss

Die Ausstellungsgestaltung von Kuehn Malvezzi will nicht nur Architektur und Städtebau als Einheit darstellen, sondern auch Entwurf und Diskurs als einen Prozess. Gefilmte Statements von Koolhaas, Siza, Venturi, Eisenman, Libeskind, Foster und vielen anderen werden als ein imaginärer Kongress präsentiert, um zu demonstrieren, dass die Entwürfe Teil einer Debatte sind.

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THE BERG - Jakob Tigges Vision für Tempelhof

Zu der Ausstellung ist ein begleitendes Buch erschienen: in einer umfangreichen Publikation analysieren hundert Autoren hundert Projekte von hundert Architekten. Zusammen mit der Ausstellung will das Buch nicht nur dokumentieren, sondern insbesondere auch anregen, die Diskussion um die zukünftige Stadt weiterzuführen.

Das ungebaute Berlin
Eine Ausstellung von Carsten Krohn
16. Juli – 15. August 2010,

täglich 10 – 20 Uhr

Ort:

Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, Berlin

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