Mai 5, 2011

Interwoven Technology – Elektronik und Fashion im 4010

Mir ist eine nette Einladung vom 4010 Shop in Mitte in’s Haus geflattert. Leider kann ich nicht dabei sein, möchte Euch den Termin aber wärmstens empfehlen. Worum gehts? Textilien und Technologie! Das Thema beschäftigt die Designer nun schon mehrere Jahre . Elektronik, Chips und Halbleiter, Sensoren und Controler werden immer kleiner. Die Integration in Textilien liegt nahe und dass Textilien wesentlich mehr können als nur Wind und Wetter zu trotzen, zeigt die neueste Ausstellung des Design Research Labs der Deutschen Telekom Laboratories im 4010: “Interwoven Technology – wie Technik in unseren Alltag eingeflochten ist”.

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iPod-Jacken mit integrierten Kopfhörern und Bluetooth-Schnittstellen für die Handy-Nutzung gibt es schon länger. Aber sie haben nichts mit den Kommunikations-Textilien zu tun, die im Rahmen der „Interwoven Technology“ entwickelt werden. Das Design Research Lab der Telekom Laboratories arbeitet an kreativen Ideen, Kleidung, Elektronik und Körper miteinander zu verbinden. Es geht um neue Formen der Interaktion, die Textilien als Benutzungsoberfläche und Elektronik als Mode interpretieren.

Die Ergebnisse des Projektes sind überraschend und greifen ungeahnte Perspektiven auf: Reißverschlüsse, Kapuzenbänder oder Hosenbeine bekommen auf einmal eine neue Bedeutung. Steife, störrische Materialien der Elektronik entwickeln eine ganz eigene Ästhetik, wenn man sie durch modische Augen betrachtet. Die Verwendung von neuartigen, leitenden Textilien und Garnen ermöglicht dabei eine nahtlose Verbindung von Elektronik und Fashion.

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So werden beispielsweise im Projekt der Bremer Studentin Jessica Mester alte, achtlos entsorgte PC-Tastaturen per ‚Upcycling’ zu modischen Attraktionen. Unter dem Motto “Aufhübschen statt Aufgeben” hat Mester die sehenswerte Kollektion “Techno Trash” entworfen.  Mode ist jedoch nie rein funktional, sondern aufgeladen mit kultureller und sozialer Bedeutung – und ihre Funktion als Interface addiert eine weitere Bedeutungsebene: Kleider machen dann nicht nur Leute, sondern plötzlich auch Musik, und die Dinge werden zu einem seltsamen Eigenleben erweckt. Hosen wehren sich gegen das Ankleiden oder klettern von selbst die Beine hoch, wie in der Arbeit von Jonas Lang und Maximilian Löw, und die Patchwork-Decke von Katharina Bredies speichert erzählte Geschichten aus der Kindheit.

Vom 06.05.2011 bis zum 21.05.2011 sind die Ergebnisse des Interwoven Projektes im 4010 Telekom Shop Berlin zu sehen. Die Ausstellung wird mit einem Vortrag und einer Vernissage eröffnet.

Beginn 19 Uhr, Eintritt und Getränke frei.

„Interwoven Technology“ im 4010

Vernissage und Vortrag: Freitag, 6. Mai 2011, 19 – 23 Uhr

Ausstellung: 6. – 21. Mai 2011, Mo-Sa 11 – 19.30 Uhr

4010 Telekom Shop in Mitte

Alte Schönhauser Str. 31

10119 Berlin

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