Jan 29, 2014
Karoline Spring

Elegantes Geschmeide aus Schrauben und Muttern

Interview mit Malgorzata Jankowska, der Gründerin des Schmucklabels Maugold.

 

Bild © maugold.de

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Weil meine Großmutter schon wusste, dass Zierrat der schönste Rat ist, begab ich mich eines nasskalten Abends im Dezember zum Atelier von Maugold auf dem Gelände der Willner Brauerei im fernen Pankow. Der freundliche Empfang mit heißem Tee und der Glanz der Schmuckstücke aus der Vitrine am Eingang ließen Körper und Seele schnell wieder auftauen. Angesichts der Umgebung, die ich neugierigen Blickes entdeckte, lag die erste Frage nicht allzu fern.

Karoline Spring: Wie hast du diesen schönen Ort denn gefunden?

Malgorzata Jankowska: Ich war auf einer Ausstellung hier auf dem Hof und habe mich dann mit dem Vermieter unterhalten. Es gab nur einen heruntergekommen Rohbau und selbst jetzt gibt es noch einen gewissen Baustellencharme – der passt ja aber zu Berlin und dem Schmuck.

Wir haben das dann drei Monate lang mit Freunden renoviert und seit Mai bin ich jetzt wirklich hier angekommen.

Auf dem Gelände sind sonst viele Handwerker, es gibt noch einen Club und einen Biergarten. Gerade im Sommer ist es supernett hier! Wir verbringen hier auch privat mit Freunden tolle Abende und wohnen nicht weit entfernt.

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Dez 10, 2013
Karoline Spring

Von der Europalette zum Designmobiliar

Meine Entdeckung vom diesjährigen Heldenmarkt im Postbahnhof am Ostbahnhof: Die Berliner Genossenschaft kimidori.

© kimidori.de

Bild © kimidori.de

Der Trend, der viele Freunde dazu brachte, beim Kochabend von ihren großen Plänen zu DIY-Möbeln für den Balkon zu schwärmen, ging ins Land und nahm die meisten der Träume wieder mit sich. Denn der Aufwand des Abschleifens, Zersägens und Lackierens der Paletten erschien den Meisten offenbar doch zu abschreckend.

Diese Genossenschaft gibt das Versprechen, uns die Arbeit ökologisch, fair und nachhaltig abzunehmen. Der Geschäftsführer Sebastian Nowakowski beantwortet die Frage nach den Wurzeln von kimidori folgenderweise:

„Die ersten 80% der Idee zu kimidori entstanden in meinem Kopf im Sommer 2012. Damals habe ich als Marken- und Kommunikationsberater in Hamburg gearbeitet. Im Rahmen eines kleinen Projektes für einen Palettenhersteller ist es dann bei den Recherchearbeiten passiert. Da brach diese unglaubliche Menge von Bildern ausgefallener und schöner Palettenmöbel aus dem DIY über mich herein, die Leute ins Netz gestellt hatten. Meine spontane Frage war: Was ist mit den Leuten, die das auch toll finden, aber keine Garage, kein Werkzeug oder einfach kein handwerkliches Geschick haben? In den darauf folgenden Monaten habe ich zusammen mit Freunden von dieser Fragestellung ausgehend ein Geschäftsmodell entwickelt.“
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Jul 31, 2012
Michael

Wettbewerb für Kulturplakate – “Schnelle und flüchtige Medien, zeit- und zweckgebunden”

Der Kulturplakat-Wettbewerb „guteplakate.de“ verfolgt das Ziel, kreative und öffentlichkeitswirksame Plakate, die im Stadtraum für kulturelle Veranstaltungen aller Genres werben, auszuzeichnen. Unser Interview mit Initiator Stefan Hirtz:

Beim Ihrem Wettbewerb können Kulturveranstalter ihre Plakate ins Netz stellen. Wie kam es zu dieser Initiative?

Als Kultur- und PR-Agentur haben wir ständig Kontakt zu Kulturveranstaltern, Künstlern und Grafikern. Wir begleiten und initiieren hierbei Prozesse, wie Werbung für kulturelle Projekte erfolgreich umgesetzt werden kann. Daran sind in der Regel verschiedene Personen beteiligt, die im Detail recht unterschiedliche Interessen verfolgen. Vom Fotografen über den Designer und Künstler bis hin zu den Veranstaltern, Projektleitern und Geldgebern, den Sponsoren und Förderern, die jeweils einen speziellen Blickwinkel haben und letztlich die Gestaltung eines Plakats wesentlich beeinflussen.

Das Kulturplakat, um das es bei diesem Wettbewerb geht, ist weit mehr ein Gemeinschaftswerk, welches schon bei der Produktion hohe kommunikative Anforderungen erfordert und weniger ein Kunstplakat eines Einzelnen. Diesem Gemeinschaftswerk wollen wir eine Stimme im Netz verleihen. Deshalb können auch nur Plakate hochgeladen werden, die aktuell im Stadtraum für eine Kulturveranstaltung werben. Bei guteplakate.de handelt es sich um einen Plakatwettbewerb für Kulturveranstalter, die zusammen mit guten Grafikern gute plakative Werbeideen umsetzen.

Viele Kulturschaffende stehen vor der Herausforderung, gute „Werbung“ zu machen. Was macht ein gelungenes, wirksames Plakat aus?

Der alte Growald hatte Recht: „Gute Plakate brauchen nicht gelesen, sie müssen gesehen werden.“ So schrieb es der Berliner Reklamefachmann in seinem Handbuch über Plakatkunst aus dem Jahr 1904. Weiterlesen »

Jul 2, 2012
Michael

Leuchten für Individualisten von Rabea Eipperle: “Wie eine Skulptur im Raum”

Ausgefallene Lichtobjekte in Falttechnik fertigt Rabea Eipperle in ihrem Studio in Berlin-Friedrichshain. Wir wollten mehr über diese ganz besondere Art der Beleuchtung “Handmade in Berlin” wissen…

leuchte dugong

In Ihrer neuen Manufaktur fertigen Sie ausgefallene Lichtobjekte aus bis zu 30 Einzelteilen. Welche Techniken kommen hierbei zum Einsatz?

Hauptsächlich kommen Falttechniken zum Einsatz. Die Faszination besteht darin, aus einem einfachen Quadrat nur durch Faltung erst zu einem einzelnen Modul und dann zu einer in sich symmetrischen Kugel zu kommen. Die einzelnen Teile werden nach einem geometrischen Muster ineinander verschachtelt und fixiert. Daraus entsteht dann der dreidimensionale Leuchtkörper.

Wie entstand die Idee hierzu, und aus welchem künstlerischen bzw. handwerklichen Hintergrund heraus?

Ich habe einen foto- und videographischen Background. Daraus entstand die Intention, auf alle Fälle wieder handwerklicher arbeiten zu wollen, Haptik zu produzieren. Die Idee, aus einem einfachen quadratischen Papier alles entstehen zu lassen und komplexe Formen daraus zu entwickeln, hat mich von Anfang an sehr begeistert. Aus etwas sehr Simplen ein komplexes Gebilde zu schaffen, fasziniert mich auch bei meiner täglichen Arbeit.

Wenn das Objekt fertig ist, habe ich auch den Drang, das Faltsystem und die Zusammensetzung erneut analysieren zu wollen. In leuchtendem Zustand kommen neue Flächen und Überlagerungen zum Vorschein; andere Symmetrien lassen sich erkennen, die wiederum versteckte Strukturen und Zusammenhänge erscheinen lassen. Die Suche beginnt erneut. Weiterlesen »

Jun 11, 2012
Michael

Von der Ästhetik der Abfalltrennung – Stadtplan für gute Orte in Berlin

Design & Recycling, passt das zusammen? Aber klar doch, wie ein neues Portal der Initiative "Trenntstadt Berlin" unter Beweis stellt..

Die trenntmap

Pünktlich zum Berliner Umweltfestival startet die Initiative "Trenntstadt Berlin" ein neues Online-Projekt: Auf der TrenntMap, einem interaktiven Stadtplan, sind Orte in Berlin vorgestellt, die sich der Müllvermeidung, der Abfalltrennung und dem Recycling verschrieben haben. Was das Ganze mit dem Thema Design zu tun hat?

Berliner Geschäfte und Märkte sowie Online-Shops mit Firmensitz in Berlin, die insbesondere Produkte aus recycelten Materialien anbieten – von Mode über Technik bis hin zu Designermöbeln, können sich dort eintragen. "Ebenso wie Orte, an denen sich Menschen vorbildlich mit den Themen Mülltrennung, Recycling oder Nachhaltigkeit öffentlich auseinander setzen", so die Initiatoren über die Idee der TrenntMap. Darin enthalten ist etwa die Ausstellung: „Zur Nachahmung empfohlen! Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit“, einem Projekt der Stiftung Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit. "Hat die Kunst Antworten auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel, die Endlichkeit der Energiereserven und das Schwinden der Artenvielfalt?" Weiterlesen »

Jun 6, 2012
Michael

Mit Pathos und Nostalgie durch die Welt der Gestaltung – die neue ff. Erinnerung

ff. Erinnerung“ ist ein multiperspektivisches Design-Magazin. Wir sprachen mit Julia Meer, verantwortlich für das Konzept der Publikation rund um Nostalgie, Retro, Vintage, Patina aber auch die Geschichtsvergessenheit im Grafik-Design..

ff-Erinnerung

Was genau steckt hinter der ff-Reihe, sowie der Ausgabe Erinnerung?

Genau das: Design wird immer als Disziplin – man kann fast sagen: gebrandmarkt, die viele Disziplinen in sich vereint. Wir wollen aber keine konsistente Designwissenschaft erzwingen, sondern wir wollen erreichen, daß möglichst viele Menschen den Wert und das Potential von Gestaltung (und ihre Allgegenwart) erkennen und damit spielen lernen.

Was kann es schöneres geben, als durch den Alltag zu laufen und in Dingen ganze Konzepte zu sehen? Wenn ich einen Eames-Stuhl sehe, dann symbolisiert er für mich eine Weltanschauung … Genauso blicken andere Berufsgruppen auf Dinge und sehen in ihnen etwas. Und wir fragen: Was? Daraufhin erzählt mir ein Literaturwissenschaftler, was er in einer Bordsteinkante sieht, ein Historiker, was ein Straßenschild für ihn bedeutet, ein Designer (zugegeben, die meisten Autoren sind nah am Design) offenbart seine Gefühlswelt bei der Berührung eines in Maispapier verpackten Manufactum-Katalogs, usw. Weiterlesen »

Mai 30, 2012
Michael

GESELLSCHAFFT FORM – Gestaltung durch Konzept – zeitgleich zur DMY

Gleichzeitig zur Designmesse DMY startet die kollektive Ausstellung „GESELLSCHAFFT FORM“. Jakob Maurer ist unter anderem mit seiner Arbeit AUFGEMERKT! dabei..

toolkit

Herr Maurer, was ist der Hintergrund dieser Schau rund um das konzeptuelle Produktdesign?

Der Hintergrund ist zunächst einmal ein gemeinsames Studium fast aller Aussteller und die etwas eigene Herangehensweise an Gestaltung durch Konzept.

Letzteres steht dabei im Vordergrund und dient der Vermittlung der jeweils eigenen Weltanschauung und Auseinandersetzung mit Gegebenheiten, Strukturen und Formen in unserem alltäglichen Umfeld. So wurden beispielsweise Themen wie Evolution, digitale Vernetzung, Aufmerksamkeit oder die Zeit grundlegend erforscht und (neu-)interpretiert.

Auf welche Arbeiten dürfen sich die Besucher freuen?

Es wird unter anderem einen falsch geschriebenen Stuhl geben, ein Regal, das sich in der Veränderung als Ist-Zustand befindet und das “Übermöbel” – alles in allem handelt es sich um Produktdesign das sich vom klassischen Design-Produkt durch eigene Ästhetik und individuelle Benutzbarkeit abhebt Weiterlesen »

Mai 29, 2012
Michael

“Papier kann entschleunigen” sagt Chrish Klose von Wednesday Paper Works Berlin Kreuzberg

Handgearbeitete Papeterie aus einer Buchbinderei in Berlin-Kreuzberg, das ist Wednesday Paper Works.

wednesday paper works

“Wir lieben unser Handwerk und wir lieben Papier”, und das sieht man den Produkten auch an. Designlifeberlin im Interview mit Chrish Klose:

In eurer Werkstatt in Kreuzberg stellt ihr individuelle Papeterie zum Aufbewahren kleiner Dinge, Notizen oder auch für wertvollere Dokumentationen her. Wie entstand euer Designlabel?

Wir beide, meine Schwester Jenny und ich, lieben Papier und arbeiten schon seit Jahren damit. Sie als Buchbinderin, ich als Designerin. Irgendwie lag es nahe sich zusammen zu tun und Produkte zu entwickeln, die uns und anderen Spaß machen sollen.

Es geht uns nicht allein nur darum schöne Dinge zu kreieren, sondern die Idee die in Papier steckt zu kultivieren und zu verbreiten. Papier ist das Antidot zu einer sich, durch die digitalen Medien, beschleunigenden Welt. Papier kann entschleunigen, uns bewußter und konzentrierter machen. Wer sich auf Papier einläßt und anfängt seine Gedanken und Projekte dort zu bewahren erhält etwas, daß über das reine Aufschreiben hinausgeht. Weiterlesen »

Mai 14, 2012
Michael

Milano ha stile! im Berliner stilwerk – archaische und industrielle Materialien

Vom 10. Mai bis zum 3. Juni sind die interessantesten Messe-Neuheiten aus Mailand unter dem Titel „Milano ha stile!“ im stilwerk in Berlin zu sehen.

Nana Tiedtke von stilwerk verriet uns mehr über das spannende Event:

Auf welche Ausstellungsstücke dürfen sich die Besucher denn besonders freuen?

Bei dieser exklusiven Preview sind die neuesten Kreationen von insgesamt 30 internationalen Premiumherstellern – darunter Marken aus Deutschland, Italien, Spanien, Dänemark, England, Frankreich und den Niederlanden zu sehen.

Mit dabei sind Neuheiten von Arketipo, Baxter, Brühl, Cassina, Cappelini, Cerruti Baleri, Contardi, Dedon, Desalto, Emu, Flou, Giorgetti, Glas, Kettal, Lema, Ligne Roset, Living Divani, MDF Italia, Molteni & C, Montis, Moroso, Poltrona Frau, Porro, Rimadesio, Republic of Fritz Hansen, Roche Bobois, Royal Botania, Tribu, Vondom und Zanotta.

Für jeden Geschmack und Lebensbereich sind passende Stücke dabei – von Betten über Sofas bis hin zu Tischen, Stühlen und Outdoormöbeln. Besondere Highlights sind dabei z.B. der schön geschwungene Schalensitz „Minuscule“, den die dänische Designerin Cecilie Manz für Fritz Hansen entworfen hat. Weiterlesen »

Mai 9, 2012
Michael

Neu: Studiengang Illustrationsdesign an der AID Berlin

Die neue Akademie für Illustration und Design Berlin – AID Berlin – nimmt ab Oktober 2012 in Berlin-Kreuzberg ihren Studienbetrieb auf.

Wir sprachen mit Tilo Schneider, Mit-Gründer und -Leiter der Akademie, unter anderem über das Ausbildungsangebot Illustrationsdesign, sowie das hierfür mögliche Probestudium:

Herr Schneider, an wen richtet sich das Angebot und welche Studiengänge werden Sie anbieten?

Die Akademie für Illustration und Design Berlin (AID Berlin) bildet Studentinnen und Studenten im Studiengang Illustrationsdesign aus. Der Studiengang ist als Vollzeitstudium angelegt und dauert sieben Semester. Neben dem Studiengang Illustrationsdesign gehört ein Vorstudienjahr Design zum Studienangebot der AID Berlin. Weiterlesen »

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